Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten
Gestiftet von monochrom am 10. November 2008 Initialist und Preisträger 2008: Wolfgang Lorenz (siehe)
Dem "Scheiß Internet", in das sich junge Menschen "verkriechen", hat ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz im Herbst des Jahres 2008 den Kampf erklärt. Wenn das nicht Grund genug ist, nach dem Visionär einen Preis zu benennen, was dann? Das Wiener KünstlerInnen-Kollektiv monochrom hat deshalb den "Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten" gestiftet. Die hochkarätige Fachjury:
Nominierungsliste 2009: 1. Nominierung: die ORF ON-Direktoren für 15 Jahre fehlende Barrierefreiheit im Scheißinternet und generelle Ignoranz; denn ORF ON endet als Versorgungspostenpool, der sich in der Konzeption von ORF-Dörfern und TV-Theken ergeht, anstatt eine umfassende Internetstrategie zu entwickeln. 2. Nominierung: Plagiatsjäger Stefan Weber für seine Leistungen als Blockwart eines konservativen Wissenschaftsbetriebes, der Studierenden Dummheit und Internetkriminalität vorwirft, anstatt Überlegungen über einen zeitgenössischen Wissenschaftsbetrieb des Web 3.0 zu machen. 3. Nominierung: der Bühnenabend "Menschmaschine" im Rabenhof in der Kategorie fehlgeleitetes Infotainment für die Leistung, das Web 2.0 auf die Formel "Beidlwitze" zu reduzieren. 4. Nominierung: Ibrahim Evsan - stellvertretend für alle Social Media Gurus, die den Übergriff der Technik ("Fixierungscode") predigen und gut daran verdienen. 5. Nominierung: Armin Thurnher in der Kategorie beleidigter Leitartikler; große Verdienste um die österreichische Medienlandschaft sind noch lange kein Freibrief für unreflektiertes Gegrantel. 6. Nominierung in der Kategorie Abmahnwahn: Jako und Jack Wolfskin für ihren unglaublichen juristischen Umgang mit Kleinst-Bloggern und Hobby-Bastlern mit Netzzugang 7. Nominierung in der Kategorie ProfilneurosendistinktionsgewinnlerInnen: ein paar KolumnistInnen (u.a. Doris Knecht und Polly Adler/Angelika Hager) für ihre medialen Anti-Social-Media-Koketterien. 8. Nominierung: die Wiener Grünen für ihre missglückte politische Kommunikation im Netz und das Verpassen einer einmaligen Chance. 9. Nominierung: Franz Medwenitsch für seine jahrelange Tätigkeit als Blockierer von fairen Verwertungsmodellen und diesbezüglicher lobbyistischer Begleitung von allen Gesetzesnovellen auf staatlicher und gemeinschaftlicher Ebene. 10. Nominierung: Wolfgang Schüssel - fürs Lebenswerk in der Bereitung internetfreier Minuten, denn er strafte die von ihm ungeliebte "Internetgeneration" mit einer miserablen Telekom-Regulierungspolitik ab. Und der Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten 2009 geht an: +++Die Wiener Grünen+++ Welche Chance die Wiener Grünen im Umgang mit neuen Formen netzgestützter Bürger/innenbeteiligung (die Netzinitiative Grüne Vorwahlen) vergeben hat, werden manche Funktionär/innen der Partei in ihrer eigenen Funktionsperiode gar nicht mehr realisieren können. In einer Partei, die aus den BürgerInneninitativen der 1980er hervorgegangen ist, wäre es mehr als notwendig gewesen, die neu aufkommenden Politik- und Partizipationsansätze der NetzuserInnen einzubeziehen. Grund genug, den Wiener Grünen für die Neuerfindung der gläsernen Decke den #wolo09 zu verleihen. Die Jury: Jana Herwig, Manfred Bruckner, Thomas Thurner, Ingrid Brodnig (Foto: Robert Korbei, Christoph Chorherr; Die Grünen)
Der Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten geht in die nächste Runde: #wolo10 Und nein, es gibt keinen RSS-Feed für diese Seite. (Anmerkung: Diese Homeseite wurde in Dreamdings erstellt, mit Stil2, aber meiner Oma gefällt sie, die ist nämlich Webentwicklerin!) |