Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten

Tagging: Da mach ich nicht mit!

Gestiftet von monochrom am 10. November 2008

Initialist und Preisträger 2008: Wolfgang Lorenz (siehe)
HauptpreisträgerInnen 2009: Die Wiener Grünen ( Restnominierte )
Hauptpreisträger 2010: Staatssekretär Josef Ostermayer ( Restnominierte )
HauptpreisträgerInnen 2011: Anonymous Austria ( Restnominierte )
HauptpreisträgerInnen 2012/13: Kunst hat Recht ( Restnominierte )

Geh scheissen Zukunft!!!!1

Wolfgang Lorenz Gedenkgala 2014 findet am 13. September 2014 um 20 Uhr im Alten Rathaus (Wipplingerstraße 6-8, 1010 Wien) statt!

DIE GALA DER GALLE!
EINER FÜR GALLE, GALLE FÜR EINEN!
<Insert andere Wortspiele mit Galle>

Hypertext ist was für Schwachmaten!

Der Preis
Twitter-Zeuge Wittenbrink
Die Chance als Chance verweigern.

Dem "Scheiß Internet", in das sich junge Menschen "verkriechen", hat ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz im Herbst des Jahres 2008 den Kampf erklärt. Wenn das nicht Grund genug ist, nach dem Visionär einen Preis zu benennen, was dann? Das Wiener KünstlerInnen-Kollektiv monochrom hat deshalb den "Wolfgang Lorenz Gedenkpreis für internetfreie Minuten" gestiftet.

In einer großen Verleihgala wurden im November 2009 jene ausgezeichnet, die durch Wort und Tat völlig unqualifizierte Statements gegen das Informationszeitalter abgeliefert hatten. Hier die wunderbare Archiv-Seite in blankem HTML!

Doch auch heuer wird es ihn wieder geben: den Lobesschwanengesang auf die kommunikationstechnologiefeindlichsten und kulturpessimistischsten Distinktionsgewinnler! Und -innen! Am 13. September 2014!

Die hochkarätige Fachjury:

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LAUTER SCHENE LEIT!
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Also! Frohlocket! Am 13. September 2014 um 20 Uhr im Rahmen einer triumphalen Abendshow im Alten Rathaus in Wien(gehostet von Johannes Grenzfurthner, monochrom) wieder diverse Ehrengäste zu Wort kommen! Und die gestrenge Bitte um korrekte Vertwitterung: #wolo14

Der Kollege Wittenbrink war diesmal nicht für die Verwahrung der Siegestrophäe zuständig. Die stand in monochroms Büro, auf einem Mastnak-Sackerl, bewacht von einer Plastiksau.

Ein Link ist ein Link zu viel!

Nominierungsliste 2014.

2014 war ein gutes Jahr für kommunikationstechnologiefeindlichste und kulturpessimistischste Distinktionsgewinnler/innen! Die Nominierungsliste ist lang und stolz.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

VAP
Nominierung von Werner Müller vom Verein für Antipiraterie (VAP) für da Salonfähigmachen von Netzsperren in Österreich. Aus wirtschaftlichen Interessen der Filmbranche stehen österreichische Provider kurz vor der Pflicht, Webseiten zu sperren. Die Gerichte werden am Ende klären müssen, ob das "saubere Internet", das sich Herr Müller wünscht, wie in China zensiert wird.

Wolfgang Rosam / Christian Rainer / Christian Mucha:
Nominiert für ursuperwichtige Raunzattacken auf das böse Internet, die sie uns als "meinungsmutig" verkaufen wollen, um damit Klarnamenpflicht für Onlinemedien herbeizugranteln.

VÖZ - Verband österreichischer Zeitungen
Nominiert für seinen unablässigen Einsatz gegen den schwinden Status der zellstoffbasierten "vierten Gewalt im Staat", und quasi für die Nachhaltigkeit, aber in lustig: "Werbung auf Papier wird hierzulande unter ihrem Wert gehandelt."

Doris Knecht
Nominierung von Kolumnistin Doris Knecht für das Aufwärmen viel bemühter Halbweisheiten über das Internet im Allgemeinen und Kinder mit Smartphones im Besonderen sowie ihre parasitäre Existenz am Busen des Digitalen als wiederholte InternetleserInnenbriefabschreiberin.

Niedlichkeiten (Mikl-Leitner, MOZ, Kurzamt)
Nominierung von Johanna Mikl-Leitner, der Märkischen Online-Zeitung und Sebastian Kurz, in Stellvertretung für alle, die beim Herumtappsen im und um das Netzt bisweilen lustige Irrtümer begehen.

Promis im Netz (Julia, Gwyneth)
Nominierung von diversen Promis im Netz, die das Internet hauptsächlich vom Hörensagen kennen, aber um unpassende Vergleiche nicht verlegen sind, von Gwynth Paltrow ("Internet ist fast wie im Krieg") bis Julia Roberts (dann lieber "guter alter Faustkampf") bis Uschi Glas ("fast wie öffentliche Steinigung, grauenvoll")

Amazon
Nominierung von Amazon, wie gehabt für weitgehendes Unverständnis für europäisches Arbeitsrecht und neuerdings auch für die Schikane von SchriftstellerInnen, die im "falschen" Verlag publizieren und darum aus Empfehlungslisten verschwinden.

Recep Tayyip Erdogan
Nominiert dafür, der Internetgeneration nicht bloß den Marsch geblasen zu haben, sondern mit echten Zensur- und Sperrmaßnahmen nur mehr regimetreue IP-Pakete im "Türkischen Internet" zuzulassen.

Paul Rübig
Nominiert für seine originell-hinterbänklerischen Versuche, Netzneutralität durch "Vorfahrtsregeln für spezialisierte Dienste" auszuhebeln und als Netzneutralität verkaufen zu wollen.

Tagging: Da mach ich nicht mit!

Hier der WOLO 2014. Häkelware radikalst.

Und wer hat ihn gewonnen?

Der #wolo14 geht an

+++Verein für Antipiraterie (VAP)+++

Hier die offizielle Preisrede von monochrom:

Der VAP verdient den #wolo14 schon aufgrund sprachlicher Leistungen, etwa wenn er Netzsperren versucht als "einen weiteren wichtigen Schritt zu einem erwachsenen und sauberen Web" umzudeuten. Er verdient ihn erst recht als maßgeblicher Treiber hinter Musterprozessen, an deren Ende die Umsetzung einer Zensurinfrastruktur zu erwarten ist, die willkürlich und außerhalb jeglicher Transparenz angewandt werden wird. Bei der Vergabe an den VAP wurde auch der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria) kritisch miterwähnt für dessen geleistete Schützenhilfe in den Netzsperrenurteilen.

Publikumswolo
+++Recep Tayyip Erdoğan+++

In die engere Auswahl bei der Vergabe des Publikumswolos kamen neben Recep Tayyip Erdoğan auch die "Meinungsmutigen" a.k.a. Rosam/Rainer/Mucha, die Kolumnistin Doris Knecht sowie in einer verbalen Nachnominierung das Landgericht Köln, das im Februar 2014 bei externen Links auf Bilder (technisch unanbringbare) Copyright-Informationen einforderte. Per Applaus zugesprochen bekam den Preis Recep Tayyip Erdoğan, für die zeitweise Beschränkung der Meinungs- und Informationsfreiheit durch Twitter- und YouTube-Sperren, die er als Schutz der Türkei vor Hass und Rassismus verklärte.

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Pager sind schon zu modern!

Oben: Der Original-Wolo, flankiert von #wolo12 (links) und Publikums-#wolo12 (rechts). Hinten steht noch der #wolo11 rum, den die Fratzen von AON (Anonymous Austria) nicht abgeholt haben. Die Zuckerl auf dem Tisch sind Häupl-Tränen.

Analog oder tot!

Und nein, es gibt keinen RSS-Feed für diese Seite.
Anfragen sind demzufolge bitte per Elektropost zu richten:
internetfreie.minuten

(Anmerkung: Diese Homeseite wurde in Dreamdings erstellt, mit Stil2, aber meiner Oma gefällt sie, die ist nämlich Webentwicklerin!)